Wenn Google nur noch WAP-XML-Seiten ausliefert…

… dann tritt bei Ihnen wahrscheinlich die selbe Konstellation im Unternehmen zu Tage wie bei uns: Beim Aufruf von www.google.de aus dem Unternehmensnetzwerk bekam der User stets eine Meldung, ob der eine Datei abspeichern oder öffnen wolle. Ein Blick in die Datei verriet schon einmal einen kleinen Teil des Problemes: Google arbeitet im Background mit einer Clientweiche: Mobile Endgeräte erhalten automatisch eine andere Seite als normale Desktopclients. Google lieferte in unserem Falle nur eine WAP-XML-Seite aus, mit der der Internet Explorer (der Firefox übrigens auch!) nichts anzufangen weiß.

Des Rätsels Lösung erhielten wir, nachdem wir einen Sniffer hinter unser Content-Security-System positionierten: Die Aufrufe von “www.google.de” kamen gar nicht bis dorthin. Das Problem war: Irgendjemand im Netzwerk hat mit einem Blackberry die Seite google.de aufgerufen, Google hat entsprechend eine WAP-Seite zurückgeliefert. Unser Proxy-Server, der auch den Blackberry-Request bearbeitet hatte, hat sich die WAP-Seite im Cache gespeichert und beim nächsten Request ausgeliefert. Natürlich an jeden Client im LAN.

Mein Ratschlag also an alle Proxy-Admin, die auch den Internetzugang für mobile Endgeräte über den Proxy laufen lassen: Für Google muss eine Cache-Ausnahme-Regel her!

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